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Drohnenaufnahme von Steffen Heidingsfelder
Igel Gesicht
Panorama
Kopfbahnhof

Ehemaliger Kopfbahnhof Schillingsfürst 1898-1971

Der Kopfbahnhof Schillingsfürst und die Bahnlinie Dombühl–Rothenburg o.d.T.: Ein vergessenes Kapitel fränkischer Eisenbahngeschichte

Lange Zeit lag Schillingsfürst abseits der großen Verkehrswege – weder Reichspost noch Bahn fanden zunächst den Weg in die Stadt. Erst mit dem Bau der Lokalbahn Dombühl–Rothenburg ob der Tauber wurde 1905 ein eigener Bahnhof in Schillingsfürst eröffnet. Die Strecke überwand schwieriges Gelände und führte über eine Spitzkehre zum als Kopfbahnhof konzipierten Bahnhof, der mit seinem repräsentativen Natursteingebäude das größte entlang der Strecke war.

Der Kopfbahnhof Schillingsfürst entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Knotenpunkt für Personen- und Güterverkehr. Landwirtschaftliche Produkte, Vieh und Handwerksgüter wurden hier verladen; gleichzeitig brachte die neue Verbindung erstmals regelmäßige Postzustellung und Reisemöglichkeiten. Die einstige Isolation des Ortes wurde überwunden – die Bahn bedeutete Anschluss an den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel der Zeit.

Doch wie viele Nebenstrecken geriet auch die Linie Dombühl–Schillingsfürst–Rothenburg mit dem Aufkommen des Individualverkehrs unter Druck. 1966 endete der Personenverkehr, 1971 wurde auch der Güterverkehr eingestellt. Heute erinnert nur noch wenig an die einst rege Betriebsamkeit – doch historische Gebäude, Dokumente und Erinnerungen halten das Andenken an diese Bahnstrecke und ihren Bahnhof lebendig.

Diese Webseite widmet sich der Geschichte, Bedeutung und den Spuren der einstigen Bahnverbindung – und lädt ein zu einer Entdeckungstour durch ein besonderes Stück fränkischer Infrastrukturgeschichte.

Infotafel

Die Infotafel, gelegen "Am Bahnhof" wurde anlässlich der 1. Historischen Fischmarkts am 31.08.2025 feierlich enthüllt.

Infotafel anzeigen

Lagepläne

Lageplan Gelände linke Seite

Lageplan Gelände rechte Seite

Letzter Zug

Der letzte Zug der Strecke Rothenburg o.d.T. - Dombühl fuhr am 25. September 1971

"Altgedienten Eisenbahnern wurde es feucht um die Augen" berichtete die FLZ am 27. September 1971